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Wer zur Generation Z zählt
Die Generation Z umfasst nach dem Pew Research Center die ab 1997 Geborenen. Für 91 Prozent der 12- bis 25-Jährigen ist laut Shell Jugendstudie 2024 ein sicherer Arbeitsplatz wichtig. Die Erwerbsbeteiligung der 20- bis 24-Jährigen ist nach dem IAB seit 2015 um über 6 Prozentpunkte auf rund 76 Prozent gestiegen, und 2025 haben rund 63.900 Menschen eine Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann begonnen, gut die Hälfte davon 21 Jahre oder jünger.
Das Pew Research Center zählt alle ab 1997 Geborenen zu einer neuen Generation nach den Millennials. Deloitte rechnet in seiner Befragung 1995 bis 2007, McCrindle 1995 bis 2009. Die Shell Jugendstudie 2024 hat 12- bis 25-Jährige befragt; sie deckt also große Teile der Generation Z ab. Auch hier gilt: Das Geburtsjahr ist eine grobe Einordnung. Wie wenig es über den einzelnen Menschen sagt, fasst unser Einstieg Fünf Generationen im Gesundheitswesen zusammen.
Erwerbsbeteiligung: was die Arbeitsmarktdaten zeigen
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat 2025 untersucht, wie sich die Erwerbsbeteiligung der 20- bis 24-Jährigen seit 2015 entwickelt hat, als nach der vom IAB verwendeten Abgrenzung (Jahrgänge ab 1995) der erste Jahrgang der Generation Z diese Altersgruppe erreichte. Bis 2023 stieg sie um über 6 Prozentpunkte auf rund 76 Prozent. Vor allem Studierende arbeiten häufiger nebenher; ihre Erwerbsquote wuchs um 19,3 Prozentpunkte auf 56 Prozent. Aber auch unter den Nichtstudierenden stieg sie auf 85,9 Prozent.
Zwei weitere Befunde, auf die das IAB verweist, passen ebenfalls nicht zum Bild einer Generation, die ständig wechselt und wenig arbeiten will: Junge Beschäftigte wechseln ihren Job nach der Beschäftigungsstatistik nicht häufiger als früher, und ihre gewünschten Arbeitsstunden entwickeln sich nicht anders als die Älterer, wenn man den wachsenden Anteil Studierender berücksichtigt. Die Forschenden schreiben, ihre Befunde widersprächen den gängigen Klischees zur mangelnden Arbeitsbereitschaft der Generation Z.
Was jungen Menschen am Beruf wichtig ist
Die Shell Jugendstudie 2024 beruht auf persönlichen Interviews mit 2.509 jungen Menschen zwischen 12 und 25, geführt im ersten Quartal 2024; 84 Prozent von ihnen sind zuversichtlich, ihre beruflichen Wünsche verwirklichen zu können. Die Deloitte-Befragung 2026 hat weltweit 14.384 Angehörige der Generation Z einbezogen. Beide Studien stellen Sicherheit und Stabilität in den Vordergrund.
| Ergebnis | Wert | Studie |
|---|---|---|
| Sicherer Arbeitsplatz ist (sehr) wichtig | 91 Prozent | Shell 2024 |
| Hohes Einkommen ist wichtig | 83 Prozent (2019: 76) | Shell 2024 |
| Gute Aufstiegsmöglichkeiten sind wichtig | 80 Prozent (2019: 74) | Shell 2024 |
| Von zu Hause arbeiten können ist wichtig | 69 Prozent (2019: 61) | Shell 2024 |
| Möglichkeit, sich um andere zu kümmern, ist wichtig | 52 Prozent | Shell 2024 |
| Bevorzugt stetigen Fortschritt | 44 Prozent | Deloitte 2026 |
| Bevorzugt schnelle Beförderungen | 25 Prozent | Deloitte 2026 |
| Erlebt digitale Erschöpfung | 58 Prozent | Deloitte 2026 |
Quellen: Shell Jugendstudie 2024, Zusammenfassung; Deloitte Global Gen Z and Millennial Survey 2026.
Künstliche Intelligenz gehört für viele bereits zum Arbeitsalltag: Knapp drei Viertel der befragten Generation Z und Millennials (74 Prozent) nutzen sie täglich bei der Arbeit. In der Generation Z holen sich 72 Prozent damit Rat für die Karriere, 67 Prozent nutzen sie, um mit Stress umzugehen. Für Karrierefragen im Gesundheitswesen gilt, dass Berufsgesetze, Tarifverträge und Kammerregeln sich oft je nach Land und Träger unterscheiden. Prüfe KI-Antworten deshalb an der Primärquelle.
Was jemand vom Beruf erwartet, hängt nach der Shell-Studie weniger am Jahrgang als am Geschlecht: Jungen Frauen sind sozialer Nutzen und Vereinbarkeit besonders wichtig, jungen Männern der materielle Nutzen. Für Gesundheitsberufe ist das ein Hinweis, dass ein Beruf mit Sinn und sicherer Zukunft genau das bietet, was viele suchen, wenn die Bedingungen stimmen.
Der Start in die Pflege in Zahlen
Rund 63.900 neue Ausbildungsverträge zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann zählte das Statistische Bundesamt für 2025, das dritte Plus in Folge. Von den neuen Auszubildenden waren 51 Prozent 21 Jahre oder jünger, 31 Prozent zwischen 22 und 29. Das Durchschnittsalter lag bei 24 Jahren, der Männeranteil ist seit 2020 von 24 auf 29 Prozent gestiegen. Knapp 800 Menschen haben 2025 das seit 2024 vergütete Pflegestudium begonnen. In der Pflege insgesamt sind 12 Prozent der Beschäftigten jünger als 25.
Wie du dich für einen Ausbildungsplatz bewirbst, steht in unserem Beitrag zur Bewerbung um einen Ausbildungsplatz in der Pflege. Deine Rechte während der Ausbildung erklärt der Beitrag Rechte und Pflichten in der Ausbildung.
Geld und Wohnen beim Berufsstart
In der Deloitte-Befragung 2026 sagen 55 Prozent der Generation Z, dass sie wichtige Lebensentscheidungen aus finanziellen Gründen aufgeschoben haben, und 69 Prozent, dass die Kosten fürs Wohnen ihre beruflichen Entscheidungen beeinflussen. Gleichzeitig erwarten 53 Prozent, dass sich ihre finanzielle Lage innerhalb eines Jahres verbessert. Wer eine Ausbildung im Gesundheitswesen beginnt, sollte deshalb früh durchrechnen, was Vergütung, Zuschläge und mögliche Förderung bringen. Die Ausbildungsvergütungen im Vergleich zeigt unser Beitrag zur Ausbildungsvergütung in Gesundheitsberufen, Zuschüsse wie die Berufsausbildungsbeihilfe erklärt der Beitrag Geld in der Ausbildung.
Die Sorge, nicht bis zur Rente durchzuhalten
Ein Befund aus dem DGB-Index Gute Arbeit überrascht: Unter den Beschäftigten unter 25 Jahren (Auszubildende wurden nicht befragt) gehen nur 46 Prozent davon aus, ihre Tätigkeit unter den aktuellen Bedingungen bis zur Rente ausüben zu können, weniger als in jeder anderen Altersgruppe. Die Einschätzung hängt stark von körperlicher Belastung, Zeitdruck und Handlungsspielraum ab. Wer früh auf gesunde Dienstpläne und Pausen achtet, schützt die eigene Arbeitsfähigkeit langfristig; Hinweise dazu stehen im Beitrag Nachtdienst und Schichtarbeit und im Beitrag zur psychischen Belastung im Klinikalltag.
Was dir beim Einstieg hilft
Der erste Job entscheidet oft, ob Menschen im Beruf bleiben. Achte auf eine strukturierte Einarbeitung mit fester Ansprechperson, auf verlässliche Dienstpläne und darauf, wie das Team mit Fragen umgeht. In der Pflegeausbildung ist die Praxisanleitung mit mindestens 10 Prozent der praktischen Einsatzzeit vorgeschrieben (§ 4 PflAPrV). Frag im Gespräch, wie das auf deiner künftigen Station umgesetzt wird. Checklisten dafür findest du im Beitrag Einarbeitung und Probezeit, passende Angebote in der Jobsuche.
Häufige Fragen
Welche Jahrgänge gehören zur Generation Z?
Nach dem Pew Research Center alle ab 1997 Geborenen. Deloitte rechnet 1995 bis 2007, McCrindle 1995 bis 2009.
Ist die Generation Z weniger arbeitswillig?
Die Daten sprechen dagegen: Die Erwerbsbeteiligung der 20- bis 24-Jährigen ist laut IAB seit 2015 auf rund 76 Prozent gestiegen. Junge Beschäftigte wechseln ihren Job nach Auswertungen des IAB auch nicht häufiger als früher.
Was ist jungen Menschen im Beruf am wichtigsten?
Ein sicherer Arbeitsplatz, der laut Shell Jugendstudie 2024 für 91 Prozent (sehr) wichtig ist. Hohes Einkommen und gute Aufstiegsmöglichkeiten haben seit 2019 an Bedeutung gewonnen.
Wie alt sind Pflegeauszubildende?
Im Durchschnitt 24 Jahre bei Ausbildungsbeginn 2025. Von den neuen Auszubildenden waren 51 Prozent 21 oder jünger und 18 Prozent 30 oder älter.
Wie nutzt die Generation Z künstliche Intelligenz im Beruf?
In der Deloitte-Befragung 2026 nutzen 74 Prozent der Generation Z und der Millennials sie täglich bei der Arbeit; in der Generation Z holen sich 72 Prozent damit Karriererat. Bei Fragen zu Recht, Tarif und Ausbildung im Gesundheitswesen solltest du die Antworten an der Primärquelle prüfen.
Warum sind junge Beschäftigte beim Blick auf die Rente so skeptisch?
Im DGB-Index Gute Arbeit rechnen nur 46 Prozent der unter 25-Jährigen damit, bis zur Rente durchzuhalten. Die Einschätzung hängt vor allem von körperlicher Belastung, Zeitdruck und Handlungsspielraum ab.
