Assistenzarzt/-ärztin
In der Weiterbildung arbeitest du unter Anleitung einer oder eines Weiterbildungsbefugten und hältst deine Fortschritte im Logbuch fest.
Nach der Approbation beginnt für die meisten Ärztinnen und Ärzte die Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt, je nach Gebiet mindestens 60 bis 72 Monate. Hier sind Rollen, Fachrichtungen und Arbeitsumfelder vom Einstieg bis zur Chefarztstelle geordnet.

Im TV-Ärzte/VKA hat jede Stufe ihre Entgeltgruppe: Ä 1 in der Weiterbildung, Ä 2 als Fachärztin oder Facharzt, Ä 3 als Oberärztin oder Oberarzt, Ä 4 als leitende Oberärztin oder leitender Oberarzt. Chefärztinnen und Chefärzte verhandeln ihren Vertrag einzeln.
In der Weiterbildung arbeitest du unter Anleitung einer oder eines Weiterbildungsbefugten und hältst deine Fortschritte im Logbuch fest.
Nach der Facharztprüfung vor der Landesärztekammer arbeitest du eigenverantwortlich in deinem Gebiet, in Klinik, Praxis oder MVZ.
Als Oberärztin oder Oberarzt trägst du die medizinische Verantwortung für einen Teil- oder Funktionsbereich, die dir der Arbeitgeber ausdrücklich übertragen hat.
Chefärztinnen und Chefärzte leiten eine Abteilung, ihr Vertrag wird außerhalb des Tarifvertrags einzeln ausgehandelt.
Jedes Gebiet hat eine eigene Seite mit Weiterbildungszeit, Arbeitsfeldern und dem Team, mit dem du arbeitest.
Dieselbe Fachrichtung fühlt sich in der Uniklinik anders an als in der Landarztpraxis.
Im Krankenhaus gehören Stationsarbeit, Funktionsbereiche und Bereitschaftsdienste dazu, an Universitätskliniken zusätzlich Lehre und oft Forschung. Bezahlt wird an kommunalen Häusern nach dem TV-Ärzte/VKA, an den meisten Unikliniken nach dem TV-Ärzte/TdL.
In Praxis und MVZ bestimmen Sprechstunden den Tag, dazu kommen Dokumentation und Abrechnung nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab. Frag nach der Zahl der Patientinnen und Patienten pro Tag und nach der Vertretung im Urlaub.
In der Reha begleitest du Patientinnen und Patienten über mehrere Wochen und arbeitest eng mit Therapie und Pflege zusammen. Akute Notfälle sind seltener als im Akutkrankenhaus.
Ärztinnen und Ärzte arbeiten auch im öffentlichen Gesundheitsdienst, bei Krankenkassen und im Medizinischen Dienst, in der Pharmaindustrie oder in der Forschung. Frag dort, ob eine Facharztanerkennung verlangt wird.
Frag, für wie viele Monate die Chefärztin oder der Chefarzt zur Weiterbildung befugt ist und welche Rotationen geplant sind. Die Befugnisse veröffentlichen die Landesärztekammern.
Lass dir das Dienstmodell erklären: Wie viele Bereitschaftsdienste im Monat sind üblich, und wie werden sie vergütet oder durch Freizeit ausgeglichen?
Ein Gespräch mit Assistenzärztinnen und Assistenzärzten aus dem Team sagt mehr über Einarbeitung und Umgangston als jede Anzeige.
Das Medizinstudium dauert nach der Approbationsordnung mindestens sechs Jahre, danach folgt die Weiterbildung. Das Berufsprofil beschreibt beide Abschnitte.
Den Arztberuf kennenlernen →Beschreib in der Bewerbung, welche Eingriffe, Untersuchungen und Dienste du schon übernommen hast. Das hilft mehr als eine reine Liste von Stationen.
Bewerbung vorbereiten →Die Bundesärztekammer erläutert die ärztliche Weiterbildung. Für deinen konkreten Weg ist die zuständige Landesärztekammer maßgeblich; die Musterordnung dient der Orientierung. Die einzelnen Berufsprofile verlinken ihre fachbezogenen Quellen.
Quellen geprüft am 27.09.2026.