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Pflege

In der Pflege arbeitest du im Krankenhaus, im Pflegeheim, im ambulanten Dienst oder in der Reha. Wie dein Tag aussieht, hängt vor allem vom Bereich ab: Intensivstation, Wohnbereich und Tour im ambulanten Dienst sind drei verschiedene Arbeitswelten.

Pflegerin hilft einer älteren Patientin von der Bettkante auf, ein junger Auszubildender hält ihr den Rollator bereit.
KI-generiert

Den Pflegeprozess zu steuern, ist Pflegefachpersonen gesetzlich vorbehalten.

Vor der Bewerbung klären

Frag nach der Station oder dem Wohnbereich, nach dem Schichtmodell und danach, wer dich einarbeitet. Für viele Krankenhausstationen gelten Pflegepersonaluntergrenzen, in stationären Pflegeeinrichtungen regelt § 113c SGB XI die Personalbemessung nach Pflegegraden.

Mögliche Arbeitsumfelder

  • Stationäre Versorgung
  • Ambulante Pflege
  • Intensiv- und Funktionsbereiche
  • Rehabilitation und Langzeitpflege

Rollen und Tätigkeitsfelder

  • Pflegefachkraft
  • Fachpflege
  • Praxisanleitung
  • Pflegeleitung

Berufe & Funktionen
in dieser Welt.

Pflegefachperson

Pflegefachpersonen erheben den Pflegebedarf, planen und übernehmen die Pflege und prüfen, ob sie wirkt, im Krankenhaus ebenso wie im Heim oder im ambulanten Dienst. Die Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz dauert drei Jahre in Vollzeit, das primärqualifizierende Studium mindestens drei Jahre.

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Operationstechnische Assistenz (OTA)

OTA bereiten Operationen vor, instrumentieren am OP-Tisch und bereiten Instrumente und Saal danach wieder auf. Seit dem ATA-OTA-Gesetz ist der Beruf bundesrechtlich geregelt, die Ausbildung dauert drei Jahre in Vollzeit.

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Anästhesietechnische Assistenz (ATA)

ATA bereiten Narkosen vor, assistieren der Anästhesistin oder dem Anästhesisten bei Ein- und Ausleitung und betreuen Patientinnen und Patienten im Aufwachraum. Auch diese Ausbildung regelt das ATA-OTA-Gesetz, sie dauert drei Jahre in Vollzeit.

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Hebamme

Hebammen betreuen Schwangere, leiten Geburten und begleiten Mütter und Familien im Wochenbett, angestellt in der Klinik oder freiberuflich. Der Weg in den Beruf ist seit dem Hebammengesetz ein duales Studium von sechs bis acht Semestern mit mindestens 4.600 Stunden.

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Pflegeassistenz

Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten unterstützen Pflegefachpersonen in Klinik, Heim und ambulantem Dienst, vor allem bei der Grundpflege. Bisher regelt jedes Land die Ausbildung selbst, meist mit ein bis zwei Jahren; ab dem 1. Januar 2027 gilt die bundeseinheitliche Pflegefachassistenzausbildung mit 18 Monaten in Vollzeit.

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Fachpflege Intensiv- und Anästhesiepflege

Die Fachweiterbildung bereitet Pflegefachpersonen auf die Arbeit auf Intensivstationen und in der Anästhesie vor, anders als die ATA-Ausbildung setzt sie eine abgeschlossene Pflegeausbildung voraus. Nach der DKG-Empfehlung dauert sie berufsbegleitend mindestens zwei Jahre, mit mindestens 720 Stunden Theorie und 1.800 Stunden Praxis.

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Praxisanleitung in der Pflege

Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter begleiten Auszubildende in den praktischen Einsätzen und leiten sie dort an. Dafür verlangt § 4 PflAPrV eine berufspädagogische Zusatzqualifikation von mindestens 300 Stunden und danach jedes Jahr mindestens 24 Stunden Fortbildung.

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Stationsleitung in der Pflege

Die Stationsleitung führt das Pflegeteam einer Station, plant Dienste und Personal und stimmt sich mit dem ärztlichen Dienst und anderen Bereichen ab. Die Weiterbildung „Leitung einer Station oder eines Bereiches“ umfasst nach der DKG-Empfehlung vom 10.09.2024 mindestens 720 Stunden Theorie und 80 Stunden Praxis.

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Case Management

Case Managerinnen und Case Manager organisieren die Versorgung über Einrichtungsgrenzen hinweg, im Krankenhaus etwa beim Entlassmanagement nach § 39 Absatz 1a SGB V. Staatlich geregelt ist die Weiterbildung nicht, verbreitet sind Kurse nach den Richtlinien der DGCC mit 210 Unterrichtseinheiten.

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Wundmanagement

Wundexpertinnen und Wundexperten versorgen chronische Wunden, dokumentieren den Heilungsverlauf und beraten das Team. Eine staatliche Regelung gibt es nicht; verbreitet ist etwa das Basisseminar „Wundexperte ICW“ mit mindestens 56 Unterrichtseinheiten, danach sind acht Fortbildungspunkte im Jahr nötig.

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Community Health Nursing

Community Health Nurses arbeiten in der Gemeinde, beraten zu Gesundheit und Vorsorge und begleiten chronisch kranke Menschen in ihrem Wohnumfeld. Der Weg führt über ein Masterstudium, an der Universität Witten/Herdecke zum Beispiel vier Semester mit 120 ECTS; ein eigenes Berufsgesetz gibt es nicht.

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